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Die Ausbildung Truppmann/Truppführer für Feuerwehren aus Scheinfeld und Umgebung nahm in der Folgezeit einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Sie ist auch als Voraussetzung für den Gruppenführer- und weitere Lehrgänge notwendig. Auf Landkreisebene werden in Scheinfeld seit einigen Jahren die Maschinisten zentral ausgebildet. Ende 1992 konnte die FF Scheinfeld von der Feuerwehrschule Würzburg eine 10 Jahre alte gebrauchte Drehleiter (DLK 23-12) erwerben. Sie wurde im Beisein des Bayerischen Innenministers Günter Beckstein übergeben und zusammen mit dem vom Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim beschafften Schlauchwagen (SW 2000) im Mai 1993 eingeweiht. Das Jahr 1994 geht in die Geschichte der FF Scheinfeld als Jahr der Toten ein. Bei mehreren Verkehrsunfällen binnen weniger Wochen gegen Ende des Jahres, gab es keine Rettung mehr für die Insassen der jeweiligen Fahrzeuge. Sie konnten nur noch tot geborgen werden, was eine erhebliche psychische Belastung für die eingesetzten Feuerwehrleute darstellte. Im Januar 1995 hatten die Feuerwehren in und um Scheinfeld mit einem großen Hochwasser zu kämpfen. Auf der Jahreshauptversammlung im März 1995 stellte der bisherige Kommandant und Kreisbrandinspektor Franz Hufnagel sein Amt zur Verfügung. Zum neuen Kommandanten wählten die Aktiven der FF Scheinfeld Andreas Schick, zum Stellvertreter Reinhold Kunesch. Nachdem das bisherige Tanklöschfahrzeug das stattliche Alter von 30 Jahren erreichte, und die Ersatzteilbeschaffung für die Pumpe zunehmen Schwierigkeiten bereitete, die Stadt aber finanziell nicht in der Lage war eine Neuanschaffung zu tätigen, beschaffte man ein 19 Jahre altes Tanklöschfahrzeug als Ersatz. Dieses wurde in wochenlanger Arbeit von den Gerätewarten auf Hochglanz gebracht und Anfang Oktober 1995 offiziell übergeben. Damit konnte eine Ersatzbeschaffung sieben bis zehn Jahre hinausgeschoben werden.

Eine Scheune und mehrere Landwirtschaftliche Nebengebäude wurden im August 1996 mitten im Ortskern von Scheinfeld ein Raub der Flammen. Die Feuerwehren konnten jedoch ein Übergreifen auf Nachbargebäude bei diesem Großeinsatz verhindern. Drei Tote forderte ein Tiefbauunfall im August 1998 in der Nähe von Stierhöfstetten. Die Arbeiter, die an einer Kanalbaustelle beschäftigt waren, wurden durch nachrutschendes, schweres, lehmiges Erdreich verschüttet. Sie konnten von der Feuerwehr Scheinfeld nur noch tot geborgen werden.

Erstmals im Landkreis wurde bei der Jahreshauptversammlung im März 1999 eine Frau als Vereinsvorsitzende gewählt - Monika Schalk übernahm dieses Amt von Herbert Herbstsommer. Insgesamt stieg die Zahl der aktiven Mitglieder auf 82, davon mehrere Frauen und eine Reihe von Jugendlichen. Personell ist die FF Scheinfeld gut gerüstet. Auch fahrzeugmäßig steht sie gut da. Man verfügt derzeit über einen Einsatzleitwagen (VW-Bus), ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25), ein Löschfahrzeug (LF 8/II), einen Rüstwagen (RW 2), eine Drehleiter (DLK 23-12), einen Schlauchwagen (SW 2000) und einen Mehrzweckanhänger. Vom aufgelösten Katastrophenschutz konnte die FF Scheinfeld einen VW-Bus sowie einen Anhänger übernehmen.

Im Bereich des Vereinswesens wurde an einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 27. August 2010 eine neue Satzung verabschiedet. Diese ebnete den Weg, den Feuerwehrverein am 2. November 2010 im Vereinsregister beim Amtsgericht Fürth unter der Nr. VR 200521 als "Freiwillige Feuerwehr Stadt Scheinfeld e. V." eintragen zu lassen.

Wir danken dem ehemaligen Kreisbrandrat und Mitglied der Feuerwehr Scheinfeld Herrn Robert Hügelschäfer für die Ausarbeitung eines Teils dieser Chronik.

 

 

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