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Der 1. April ist vorüber, wir wollen Ihnen unseren Beitrag in diesem Jahr jedoch nicht vorenthalten.

 

Einen außergewöhnlichen Weg versucht die Feuerwehr Stadt Scheinfeld in Zusammenarbeit mit dem Fahrzeughersteller METZ Aerials zur Vermeidung einer teuren Reparatur zu bestreiten.

Wie Kommandant Dominic Treuheit vor kurzem der Stadtverwaltung mitteilte, kam es bei einer Übungsveranstaltung Mitte März 2015 zu einer starken Beschädigung des Leiterparks, der erst vier Jahre alten Drehleiter. Bei einer Schwenkbewegung sei der Maschinist, der das Fahrzeug bediente, gegen einen Mauervorsprung gestoßen und habe das letzte der vier Leiterteile stark verbogen. Das Fahrzeug wurde umgehend ins Herstellerwerk überführt und einer Untersuchung unterzogen.

 

Der Schaden bewegt sich im unteren sechsstelligen Bereich, da der komplette Leiterpark demontiert und instandgesetzt werden muss. Das vierte Leiterteil müsste komplett erneuert werden, so der Hersteller. Da es derzeit unmöglich ist, die finanziellen Mittel für eine derart teuere Reparatur zur Verfügung zu stellen, das Fahrzeug für das Einsatzgebiet aber dringend vorgehalten werden muss, hat man sich eine außergewöhnliche Methode einfallen lassen. Da nach Aussage der Feuerwehr die gesamte Rettungshöhe von 32 Metern im Gemeindegebiet sowieso nicht gebraucht würde, wurde mit dem Hersteller ein Pilotversuch gestartet. Der Leiterpark soll so umgebaut werden, dass man auf das vierte Leiterteil verzichten kann und künftig nur noch eine Rettungshöhe von rund 25 Metern erreicht. Die Kosten für die Reparatur verringern sich hierdurch auf gut 35.000 Euro, was durch die Versicherung gedeckt würde.

 

Ob dieser außergewöhnliche Weg zur Kostenminderung im Feuerwehrwesen Geschichte schreibt, bleibt abzuwarten, ebenso wie die Reaktion der Bayerischen Landesregierung - es flossen immerhin ca. 200.000 € an Fördergeldern für eine 32 Meter lange Leiter nach Scheinfeld.